Das Imkerjahr

Imkern geht nur im Einklang mit der Natur. Die Entwicklung eines Bienenvolkes hängt stark von der Entwicklung des Trachtangebotes ab. Der Imker muss sich bei der Arbeit an den Bienenvölkern orientieren.

Die Entwicklung der Pflanzen ist abhängig von der Witterung, weshalb es auch keine starren kalendarischen Termine gibt. Jedes Jahr und jede Region ist unterschiedlich und kann deshalb auch nicht miteinander verglichen werden. 

Mit den ersten warmen Tagen im Februar oder März startet das Bienenjahr und die Aktivität im Bienenvolk steigt. Jetzt werden die neuen Arbeitsbienen herangezogen.

Im April und Mai steigt auch das Trachtangebot und damit steigen auch die Ressourcen, die Bienenvölker wachsen und brauchen mehr Platz.

Ende Mai kann in den meisten Fällen der erste Honig geerntet werden, natürlich je nach Standort. Stehen die Bienen nah an einem Rapsfeld, kann es auch schon früher der Fall sein dass der Honigraum voll ist. 

Im Juli oder August gibt es dann noch einmal die Spättracht und eine zweite Honigernte. Danach bauen die Bienen nicht mehr und die Entwicklung bleibt stehen. Die Winterbienen werden herangezogen. Dann beginnt die Einfütterung für den Winter und die Behandlung gegen die Varroamilbe.

Ab Ende Oktober oder Anfang November startet die Winterzeit für die Bienen. Der Imker lässt die Bienenbeuten während der kalten Jahreszeit geschlossen.